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Tx-Transform

 

Die zwei zentralen Parameter von Bewegung bilden die Zeitachse "t" und die Raumachse "x". tx-transform ist der Name für eine von Martin Reinhart entwickelte Technik, welche diese Achsen im Medium des Films miteinander vertauscht.

Normalerweise bildet jeder einzelne Filmkader den ganzen Raum, aber nur einen kurzen Moment der Zeit (1/24 Sekunde) ab. Bei tx-transformierten Filmen ist es genau umgekehrt: Jeder Filmkader zeigt die gesamte Zeit, aber nur einen winzigen Teil des Raumes - bei Schnitten entlang der horizontalen Raumachse wird so der linke Teil des Bildes zum "Vorher", der recht Teil zum "Nachher"[2].

Körper werden demnach nicht schlicht als Abbild eines lokalen Vorhandenseins definiert, sondern als Zuständlichkeit in der Zeit. Solche Zeitraumschnitte haben zur Folge, dass etwa fahrende Züge mit zunehmendem Tempo immer kürzer zu werden scheinen, als wollten sie Albert Einsteins Relativitätstheorie visualisieren.

 

 


2 Siehe: tx-transform; Zugriff 25. Januar 2007. tx-transform ist zugleich der Titel eines Kurzfilms (Österreich 1998) von Martin Reinhart gemeinsam mit Virgil Widrich, worin diese technische Methode zum Einsatz kommt.
 

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